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ach, vergeblich das Fahren! Spät erst erfahren Sie sich: bleiben und stille bewahren das sich umgrenzende Ich.
Gottfried Benn, REISEN
 
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Der hl. Benedikt, Gründer des Benediktinerordens formuliert in der von ihm verfassten Ordensregel im 58. Kapitel (Vers 17): “promittat de stabilitate — verspreche er Beständigkeit”. Daraus entwickelte sich für die Benediktinern, wie später auch für die Zisterzienser eine “stabilitas loci” — eine “Ortsbeständigkeit”.
Benedikt weitete den Begriff jedoch auf die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft aus, deren Ziel es war Gott zu suchen, und sich auf den Weg zu ihm zu begeben.
Dieses Paradoxon der Veränderung im Beständigen, der Bewegung im Statischen, des sich Erfahrens im Bleiben ist ein Motiv, das in vielen Weltreligionen auftaucht und im Initiationsritus des Labyrinth, (des Wandelgangs) seine bildhafte Entsprechung findet.
Auch für Benedikt war erst durch diese Beständigkeit in der klösterlichen Gemeinschaft eine Wandlung im Geiste zu Gott möglich.
 
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Andererseits werden beständige Orte nur dann als solche erkannt, wenn man sie von außen betrachtet, quasi als Satellit umkreist, Der Ort gilt hier als Metapher für einen Prozess, der im weitesten Sinn eine Reise darstellt, die Hülle einer Suche, eines Weges ist. Abschied und Willkommen sind die kennzeichnenden Fixpunkte einer Reise, in deren Zwischenraum und –Zeit sich Dinge, Menschen und Sinne wandeln.
 
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Die Installation “STABILITAS LOCI — im Gegenlicht” im Stadtsaalinnenhof des Klosters Fürstenfeld umkreist im wahrsten Sinne des Wortes diese Metapher des stabilitas loci.
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