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“Blindtext”, 2004; Licht–Rauminstallation 11 Diaprojektoren, Sockel, Maße variabel
Der neutrale Galerieraum (white cube) war Anlass für zwei Arbeiten, in denen der Betrachter durch sein Eintreten in die Installation zum Akteur wird.
Die Arbeit Blindtext zeigt drei Zitate von Katharina Fritsch, Jean Paul Sartre und Platon.
Beim Eintreten des Betrachters in die Installation werden durch seinen Schatten Teile des Textes abgedeckt, während andere Textfragmente im Schattenbereich sichtbar bleiben. Der Text wird durch den Schatten neu interpretiert, der Schatten bewegt sich in verschiedenen Textebenen...
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Projektraum
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“Lichten”, 2004; Licht–Rauminstallation 11 Diaprojektoren, Sockel, Maße variabel
Im Anfang war das Wort.
Oder der Raum, die Frage? Das Licht, der Stein?
Die problematische Geburtssituation bedingt, dass die Projekte von Detlef Hartung und Georg Trenz meist verkürzend als Lichtinstallationen be– schrieben werden, obwohl es sich viel mehr um installiertes, visuelles Nachdenken über den Menschen handelt, der sich Orte geschaffen hat, deren Aggressionen er nicht mehr versteht und nicht beherrscht...
In LICHTEN wurden die Prinzipien der Kunst von Hartung und Trenz auf einen engen und in diesem Fall transportablen Raum komprimiert, sind sie für einen white cube idealisiert worden.
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Dadurch wird die Aufgabe, die dem Rezipienten im Prozess der Dreidimensionalisierung von Idee – Arbeit zugewiesen wird, schlüssiger verdeutlicht, als das an einem vorgefundenen, durch Geschichte und Nutzung geprägten Ort der Fall sein kann. Zu visueller Multidimensionalität wie etymologischer Erfahrbarkeit gesellt sich im white cube die Aufhebung der tautologischen Zumutung innerhalb des projizierten Begriffs LICHTEN.
Der wüste Worthaufen wird durch die physische Annäherung durchbrochen und aufgelöst, bis sich das ontologische Gestrüpp endlich lichtet.
Olaf Müller, 2005
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